Lech: 19136 Stammgäste können sich nicht täuschen!
Als Anerkennung für besondere Treue verleiht Lech am Arlberg seinen
Stammgästen eine Ehrennadel. Für die silberne Lech-Nadel sind 10 Jahre, für Gold 15 Jahre und
für Brillant 45 Jahre erforderlich, wobei pro Jahr nur ein Aufenthalt von mindestens sieben Tagen
berücksichtigt wird. Bisher wurden 19136 Ehrennadeln verteilt. Diese Tatsache lässt den Schluss zu:
an Lech muss etwas dran sein, denn 19136 Stammgäste können sich nicht täuschen!
Innerhalb der letzten hundert Jahre hat sich das einstige
Bauerndörfchen Lech mit den Ortsteilen Zürs, Oberlech, Zug und Stubenbach zählt
übrigens auch heute lediglich 1380 Einwohner - zu einem der berühmtesten Wintersportorte der Alpen
entwickelt. Nachdem der ursprünglich von Walsern aus dem Kanton Wallis besiedelte Ort in einem
geschützten Hochtal am Arlberg durch den Ausbau der Flexenstrasse um die Jahrhundertwende besser
erschlossen wurde, war der kontinuierliche Aufschwung nicht mehr zu bremsen. Bereits 1925 wurde die Skischule
Lech gegründet, und am Schlegelkopf wurde 1939 die erste Liftanlage erbaut. Heute werden in einer von
Ende November bis Ende April dauernden Wintersaison rund 100'000 Gäste mit etwa 725'000 Übernachtungen
registriert! Erfreulicherweise hat sich Lech trotz des touristischen Booms seinen typischen, beinahe
verträumten Dorfcharakter erhalten. Der Hauptgrund für den andauernden Erfolg des Ortes ist aber
zweifellos das äusserst familienfreundliche Skigebiet Lech-Zürs.
34 moderne Transportanlagen (5 Seilbahnen, 18 Sesselbahnen und 11 Skilifte) mit einer Förderkapazität
von 44'500 Personen pro Stunde erschliessen ein herrliches Skigebiet mit 110 Pistenkilometern.
Für Skifüchse und -hasen, denen das zu wenig ist, stehen am Arlberg weitere 110
Abfahrtskilometer zur Verfügung. Die Skigebiete der Wintersportorte Lech, Zürs, Stuben,
St. Christoph und St. Anton sind alle miteinander verbunden und bieten dem Gast unendliche
Möglichkeiten für die sportliche Betätigung. Und wer anstelle der Abfahrtspisten
die Langlaufloipen bevorzugt, dem stehen im Arlberggebiet insgesamt 92,5 Kilometer, davon 22 Kilometer in
Lech/Zürs zur Verfügung.
Auch «Snöber» sind willkommen
Lech ist zwar durch den Skisport berühmt geworden (kein anderer Ort in
den Alpen hat mehr Weltmeister und Olympiasieger hervorgebracht, der letzte war Patrick Ortlieb in
Albertville) aber auch die «Snöber» sind hier willkommen. Für sie wurde ein spezieller
Funpark im Schlegelkopf-Gebiet eingerichtet. Das abgesperrte und gesicherte Gelände von
etwa 300 Meter Länge und 100 Meter Breite bietet ideale Trainingsmöglichkeiten mit
Halfpipe, verschiedenen Obstacles, Fun-Boxes, Gaps und einer Quarter-Pipe. Eine zusätzliche
Natur-Half-Pipe für die Snowboarder wird in Zürs präpariert. Und selbstverständlich
wird in den Skischulen von Lech und Zürs auch Snowboard-Unterricht angeboten. Diese verschiedenen
Massnahmen tragen entscheidend zum harmonischen Miteinander von «Snöbern» und Alpin-Skifahrern bei. Wer
Lust verspürt, sich einmal auf dem breiten Brett zu tummeln, der kann sich in einem der verschiedenen
Sportgeschäfte ohne weiteres ein Snowboard mieten.
Die autofreie Sonnenterrasse Oberlech
Früher oder später trifft man sich zwangsläufig in Oberlech an
einer der zahlreichen Schneebars oder auf einer der Sonnenterrassen der verschiedenen Hotels. Viele der
Gäste verbringen hier ihre Mittagspause. Ein speditiver, freundlicher Service und preiswerte Gerichte
(zum Beispiel Spaghetti Bolognese für 12 Franken, oder ein Menü mit Suppe, Salat, Tafelspitz und
Knödeln für etwa 20 Franken) bestätigen das gute Preis-/Leistungsverhältnis. Der Ortsteil
Oberlech wird mit enormen privaten Investitionen absolut verkehrsfrei. Anreisende Gäste parkieren ihr
Auto in der Grossgarage unter der Kirche, verladen das Gepäck auf spezielle Wagen, die auf der
gegenüberliegenden Seite des Passagiereinstiegs in die Kabine der modernisierten Seilbahn geschoben
werden. In der Bergstation geht das Gepäck per Lift in die Tiefe und von dort in einem Tunnelsystem mit
Elektrofahrzeugen zu den einzelnen Hotels. Dieses Tunnelsystem wird nach und nach weiter ausgebaut, damit in
Oberlech sogar die Transportfahrzeuge in absehbarer Zeit ganz verschwinden - für eine absolut
verkehrsfreie Ferienwelt im Schnee.
Die viel zu kleine Gondelbahn von St. Christoph auf den Galzig wurde abgetragen und durch eine moderne, kuppelbare
Sesselbahn abgelöst. Damit kann man bequem in St. Christoph ins Arlberg-Skigebiet einsteigen. Der
Arlberg-Skipass - die Tageskarte kostet rund 56 Franken, die Wochenkarte (6 Tage) 295 Franken - ist
gültig für insgesamt 86 Bahnen und Lifte mit einer Stundenleistung von 111'000 Personen, die zu
insgesamt 260 Kilometern gepflegten, gut präparierten Skiabfahrten gebracht werden.
Familiär und sportlich
Trotz der gekrönten Häupter, die seit Jahren aus Holland, England
und Jordanien nach Lech kommen, und trotz des berühmten Namens ist Lech am Arlberg kein Nobel-Skiort. Das
zeigt sich auch im breit gefächerten Unterkunftsangebot, das sich zu je einem Drittel auf
Erstklass- und Mittelklasshotels sowie auf Ferienwohnungen aufteilt. Die einzelnen Häuser wirken
gemütlich und keineswegs überdimensioniert. Selbst das grösste der Hotels zählt nicht mehr
als 120 Betten, bei einem Gesamtangebot von rund 6750 Betten. Im Gegensatz zum exklusiveren St. Anton
präsentiert sich das Angebot in Lech eher familiär und sportlich. Das Nachtleben findet zwar
ebenfalls statt, aber es steht nicht im Vordergrund. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass man
vielfach vom Hotel aus direkt auf die Piste und von der Piste direkt zum Hotel gelangt!
Lech-Tipps für den Besucher
Ausgehen
Lech: Das «Pfefferkörndl» für Junge und Snowboarder; der «Tannbergerhof» für alle; die
«Klausur» im «Almhof Schneider» für «reifere» Jahrgänge; die Skilehrer treffen sich im «Ambrosius»
und in der «Cià-Stube».
Junge und Junggebliebene kommen zum Après-Ski in die «Archiev-Bar» in der Ambrosiuspassage und vor
allem auch in das «Fux» Restaurant+Bar+Kultur sowie in den «Scotch Club» im Hotel «Kristberg».
Zürs: Das «Zürserl» im Hotel «Edelweiss» für Kids; die «Vernissage» im Hotel «Alpenrose»
für alle.
Essen
Mit rund 25 Hauben-Lokalen (nach Gault Millau) nimmt das Arlberg-Gebiet kulinarisch auf der Koch-Hitliste
Österreichs einen Spitzenplatz ein. Sieben dieser Lokale befinden sich in Lech und Oberlech; «Die Ente»
im Hotel «Albona Nova» in Zürs.
Zwei Hauben: Hotel «Arlberg», Hotel «Brunnenhof» und Gasthof «Post», alle in Lech.
Eine Haube: «Almhof Schneider» und Romantikhotel «Krone», in Lech; Hotel «Goldener Berg» und Hotel «Montana»
in Oberlech.
Als Alternative empfiehlt sich eine Fahrt mit dem Pferdeschlitten nach Zug, wo man im Gasthaus «Klösterle»
in gepflegter Atmosphäre speisen kann. Empfehlenswert sind auch die Wildgerichte in einer Walserstube aus
dem 16. Jahrhundert im Gasthof «Zum balzenden Auerhahn».
Informationen
Österreich Werbung, Postfach, 8036 Zürich, Telefon 01/451 15 51.
Verkehrsamt, A-6764 Lech am Arlberg, Telefon 0043/5583/2161-0.
© Kurt Riedberger, pbr, Dielsdorf
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