Reisereportagen Namibia
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Impalila Island, ein kleines Paradies im südlichen Afrika

Faszination Wildnis

Namibia hat dem Feriengast viel zu bieten. Das Land fasziniert durch seine Vielfalt, durch die stets wechselnden Landschaften und durch seine Grösse. Neben der Skeleton Coast und der berühmten Wüste mit ihren riesigen Dünen, ist Impalila Island ein eher unbekanntes Reiseziel.

Dort, wo sich Krokodil und Elefant «Gute Nacht» sagen, liegt Impalila Island, im äussersten Zipfel des Caprivi-Streifens. Der 460 Kilometer lange und 40 Kilometer breite Landstrich wurde zur Zeit der deutschen Kolonisation als Verbindung zum ehemaligen Deutsch-Ostafrika erworben. Nach einem rund vierstündigen Flug (auf dem Landweg müsste man für die Fahrt mit etwa zwei Tagen rechnen) setzt Wilfried Slaney mit seiner Cessna zur Landung an. Aus der Luft präsentiert sich die Gegend in einem satten Grün, durch das sich wie ein silbernes Band der Sambesi schlängelt. Irgendwo in diesem Dschungel liegt die Impalila Island Lodge, auf einer kleinen Insel, im Schnittpunkt von Namibia, Botswana, Sambia und Simbabwe.

Komfort inmitten einer unberührten Natur

Nach der Landung auf der holprigen Naturpiste werden wir von einem Mitarbeiter der Lodge abgeholt. Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Sambesi, wo bereits ein Boot bereitsteht, das uns über verworrene Wasserwege zur Impalila Island Lodge bringt. Das Hauptgebäude mit der grossen Terrasse lehnt sich an einen riesigen Baobab-Baum an, während die acht komfortablen Bungalows inmitten einer üppigen Vegetation versteckt am Flussufer stehen. Die Zimmer mit WC und Bad sind geräumig und mit viel Holz sehr gemütlich eingerichtet. Tierstimmen, die durch das mit einem Mückennetz geschützte Fenster dringen, lassen erahnen, dass man sich inmitten der Wildnis befindet. Die unter englischer Führung stehende Lodge ist ein idealer Ausgangspunkt für eindrückliche Pirschfahrten in die nähere und weitere Umgebung.

Mit dem Boot erkunden wir die artenreiche Tier- und Vogelwelt entlang des Sambesi. Riesige Krokodile dösen faul in der Sonne um blitzschnell im Wasser zu verschwinden, wenn man ihnen zu nahe kommt. Ein Flusspferd lässt kurz seinen massigen Rücken sehen um dann ebenfalls vor der nahenden Gefahr abzutauchen. Unzählige Vögel, vom farbenprächtigen Eisvogel über Silberreiher und Kormorane bis zum Schreiseeadler, nisten am Ufer und können aus nächster Nähe beobachtet werden.

Über einen Verbindungskanal gelangen wir vom Sambesi zum Chobe, der die natürliche Grenze zwischen Namibia und Botswana bildet. Zahlreiche Elefanten, Giraffen und Zebras bevölkern das Ufer. Hinter einer leichten Anhöhe ist eine grosse Staubwolke zu sehen. Bald stellen wir fest, dass diese nicht von einem Touristenbus sondern von einer gewaltigen Büffelherde stammt. Während die Elefanten gemächlich abziehen und die ersten Kapbüffel sich vorsichtig dem Ufer nähern, kommen immer mehr Tiere über die Anhöhe. Die Herde, die sich zur Tränke begibt, umfasst hunderte von Tieren ­ ein eindrückliches und unvergessliches Schauspiel. Stumm geniessen wir einen Sundowner, beobachten die Tiere und lassen die nur durch das Brüllen der Büffel unterbrochene Stille der Abenddämmerung auf uns wirken. Auf der Rückfahrt zur Lodge lernen wir auch noch die unangenehmere Art der Tierwelt kennen. Wie dunkle Wolken hängen riesige Moskitoschwärme über dem Wasser. Für diese Region mit ihren Sümpfen und Wasserwegen ist die Malariaprophylaxe unbedingt zu empfehlen.

Ein erholsames Erlebnis ist eine Fahrt im Einbaum, dem Mokoro. Nachdem man sich an das leichte Schwanken gewöhnt hat, gleitet man in aller Ruhe zwischen Seerosen und Wasserlilien durch kleine Nebenarme des Sambesi. Eine beliebte Freizeitbeschäftigung ist das Fischen, wobei man sich sein Abendessen in kürzester Zeit fangen kann. Das Essen in der Impalila Island Lodge(vom frischen Fisch bis zum Zebrabraten) schmeckt übrigens ausgezeichnet.

Erlebnisreiche Flugsafaris

Ein Aufenthalt auf Impalila Island lässt sich im Rahmen einer Flugsafari mit Profile Safaris erleben. Abgesehen von festen Touren können auch Reisen individuell nach den Wünschen des Gastes geplant und durchgeführt werden. Die Cessna 210 bietet Platz für fünf Gäste und den Piloten, der gleichzeitig der Reiseführer ist. Anita und Wilfried Slaney, beide sprechen ausgezeichnet deutsch, haben sich mit ihrer Firma Profile Safaris in Windhoek auf die Organisation und Durchführung von Flugsafaris spezialisiert. Angeboten werden fünftägige Reisen in den Süden oder Norden Namibias aber auch 15tägige Safaris mit den Höhepunkten Namibias, Botswanas, Simbabwes und Sambias. Privatpiloten haben die Möglichkeit, im Rahmen einer Safari ihre Pflichtstunden zu absolvieren, oder sie können ein Flugzeug mit oder ohne Pilot chartern. In der Schweiz können die Flugsafaris beim Afrika-Spezialisten DreamMaker in Dielsdorf gebucht werden.

© Kurt Riedberger, pbr, Dielsdorf

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